Hartmut Hoffmann Qualitätsmanagement

S - Schlagworte im Qualitätsmanagement

Schätzung estimation   Verfahren, das angewendet wird, um aus Stichprobenergebnissen Schätzwerte oder Schätzbereiche für die Parameter der Wahrscheinlichkeitsverteilung zu bestimmen, die als Modell für die Grundgesamtheit gewählt wurden, aus der die Stichprobe stammt. DIN 55350 T 24
Schätzwert estimate   Wert der Schätzfunktion. DIN 55350 T 24
Schichtbuch   Buch zum Eintrag von Problemen und Informationen während der Produktion  
Schlüssel Charakteristik für ein Produkt Key Product Characteristics KPC Wesentliche Produktmerkmale (General Motors) QS 9000 Anhang E
Schlüssel Charakteristik für ein Produkt Key Product Characteristic KPC KPC ist diejenige Produkteigenheit, die nachfolgende Handhabung, Produktfunktion oder Kundenzufriedenheit beeinflussen. KPCs werden von der technischen Abteilung des Kunden, dem Qualitätsbeauftragten und dem Lieferantenpersonal auf der Basis von Design und Prozeß-FMEAs aufgestellt und müssen vom Lieferanten im Kontrollplan eingeschlossen sein. Jegliche KPCs, die in vom Kunden freigegeben technischen Forderungen enthalten sind, stellen Mindestforderungen dar und beeinflussen nicht die Verantwortlichkeit des Lieferanten, alle Aspekte des Design, des Herstellungsverfahrens und Verwendung beim Kunden, nochmals zu überprüfen und weitere KPCs zu bestimmen. QS-9000 PPAP Glossar
Schlüssel Merkmale für Kontrollen) Key Control Characteristics KCC KCCs sind diejenigen Prozeßparameter, deren Abweichungen um den Zielwert herum geregelt werden müssen, um sicherzustellen, daß ein wichtiges Merkmal erhalten bleibt im Verhältnis zum Zielwert. KCCs verlangen Überwachung, entsprechend einem genehmigten Kontrollplan und sollten als Maßnahmen für Verfahrensverbesserung betrachtet werden. QS-9000 PPAP Glossar
Schulungsprogramm Training program   Schulungsprogramm bedeutet die Ermittlung des gesamten Schulungsbedarfes und die daraus abgeleiteten Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen. VDA 6 Teil 1 04.1
Schüttgüter bulk materials   Produkte die bei Erhalt nicht die Charakteristika von Fertigteilen haben, die jedoch während des Fertigungsprozesses ein Bestandteil des Produktes werden (z.B. Plastikgranulat, phosphatierende Gebinde, Farben, Öl, Treibstoff). In den meisten Fällen wird Ihr Kunde eine genehmigte Bezugsliste für Schüttgüter beistellen. QS-9000 PPAP Glossar
Selbstprüfung operator inspection   Teil der zur Qualitätslenkung erforderlichen Qualitätsprüfung, der vom Bearbeiter selbst ausgeführt wird. DIN 55350 T 17
Selbstprüfung self-inspection   Prüfung der Arbeit durch den Ausfüh­renden selbst nach festgelegten Regeln. DIN EN ISO 8402, AUG.1995 DIN EN ISO 8402, AUG.1995-Beiblatt
Seminarmittel   Sämtliche Präsentationsmedien (Overhead, Flipchart, Videokamera, Laptop mit LCD-Display), Schreibma­terial, Plakate und Papiere.  
Sequentielle Stichprobenprüfung Sequential Sampling Inspection   siehe „Sequential Sampling Inspection“ DIN 55350 T 31
Serienfertigung Full scale production / mass production   Herstellung von Produkten der glei­chen Art und in gleicher Ausführung, in wiederkehrenden Aufträgen. VDA 6 Teil 1 4.5.3
Sicherheit safety   Zustand, in dem das Risiko eines Personen- oder Sachschadens auf einen annehmbaren Wert begrenzt ist. DIN EN ISO 8402, AUG.1995
Sicherheitsdatenblatt   Wer als Hersteller, Einführer oder erneuter Inverkehrbringer gefährliche Stoffe oder Zubereitungen in den Verkehr bringt, hat den Abnehmer spätestens bei der ersten Lieferung des Stoffes oder der Zubereitung ein Sicherheitsdatenblatt nach Anhang I Nr. 5, GefStoffV zu übermitteln. Es enthält Gefahrenhinweise, Schutz­vorschriften, Entsorgungshinweise, Hinweise zur Ersten Hilfe usw. GefStoffV
Sicherheitsmerkmale Safety Characteristics    Sicherheitsmerkmale (Chrysler Definition) sind Spezifikationen, die besondere Prozeßkontrollen verlangen, um Übereinstimmung mit Fahrzeugsicherheitsforderungen von Chrysler oder der Regierung sicherzustellen. QS-9000 PPAP Glossar
Significant Characteristics Signifikantes Merkmal SC Signifikantes Merkmal QS 9000 Anhang E
Simulationstechiken Simulation Techniques   Nachbilden von Teilen oder der Gesamtheit des Systemverhaltens durch Abbildung dieses Systems mittels eines anderen unähnlichen Systems. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Société Générale D’Achats SOGEDAC Herausgeber der Qualitätsnorm der französischen Automobilhersteller Renault und PSA  
Society of Automotive Engi­neers Vereinigung von Automobilingenieuren SAE Verband amerikanischer Ingenieure QS 9000 Anhang E
Sollwert desired value   Wert eines quantitativen Merkmals, von dem die Istwerte dieses Merkmals so wenig wie möglich abweichen sollen. DIN 55350 T 12
Sonderfreigabe (nach Reali­sierung) production permit; waiver   Schriftliche Ermächtigung, ein Pro­dukt, das die festgelegten Forderun­gen nicht erfüllt, zu gebrauchen oder freizugeben. DIN EN ISO 8402, AUG.1995 DIN EN ISO 8402, AUG.1995-Beiblatt
Sonderfreigabe (vor Realisie­rung) production permit; waiver   Vor der Realisierung eines Produkts erteilte schriftliche Ermächtigung, die ursprüngliche Qualitätsforderung nicht zu erfüllen. DIN EN ISO 8402, AUG.1995 DIN EN ISO 8402, AUG.1995-Beiblatt
Sonderfreigabe durch die Entwicklung des Kunden  Engineering Approved Product Authorization (EAPA)   Eine schriftliche Ermächtigung des Kunden, die immer erforderlich ist, wenn das Produkt oder der Prozeß von dem gegenwärtigen, vom Kunden freigegebenen Produkt oder Prozeß abweicht (Siehe Production Part Approval Process manual (PPAP)). Dies gilt gleichermaßen auch für Produkte einschließlich Dienstleistungen von Unterauftragnehmern. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Sonderfreigabe durch die Entwicklung des Kunden Engineering Approved Pro­duct Authorisation EAPA Fertigungsfreigabe durch Entwicklung des Kunden QS 9000 Anhang E
Sorgfaltspflicht Due care   Vernünftige Sorgfalt, die der Lieferant zum Zeitpunkt der Herstellung oder Entwicklung bei seinen Produkten anwendet, damit sichergestellt wird, daß das entwickelte und hergestellte Produkt für den beabsichtigten und vorhersehbaren Zweck für die, die es benutzen können, sicher ist.  Darin sind auch der zu erwartende Gebrauch und Gefährdungen durch das Produkt einzubeziehen. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Spezielle Prozesse Special processes    Spezielle Prozesse sind Prozesse, deren Ergebnisse am Produkt erst zu einem späteren Zeitpunkt oder gar nicht verifiziert (nachgeprüft) werden können. VDA 6 Teil 1 14.5
Spezifikation specification   Dokument in dem Forderungen festgelegt sind. (siehe auch „Lastenheft“) DIN EN ISO 8402, AUG.1995
Spezifikationen Specifications    Spezifikationen sind technische Forderungen zur Beurteilung der Akzeptierbarkeit eines Produktmerkmals. Für das Produktionsteile-Abnahmeverfahren muß jedes Produktmerkmal so gemessen werden, wie in de  technischen Spezifikationen identifiziert. Es werden tatsächliche Meß- und Testergebnisse benötigt. Spezifikationen sollten nicht verwechselt werden mit Eingriffsgrenzen, welche die „Stimme des Prozesses“ darstellen. QS-9000 PPAP Glossar
Stabile Prozesse Stable Processes    Stabile Prozesse sind Prozesse, die unter statistischer Kontrolle sind. Abweichungen im Ergebnis eines stabilen Prozesses rühren nur von zufälligen Ursachen her. Ein stabiler Prozeß ist abschätzbar. Bei vorläufigen Prozeßuntersuchungen, die vor der Produktionsteilvorlage durchgeführt werden, brauchen Tests nicht so streng sein wie für die laufenden Prozesse. QS-9000 PPAP Glossar
Standards Council of Canada Kanadisches Institut für Normung SCC Kanadisches Institut für Normung QS 9000 Anhang E
Standort Site   „Standort” wird als Ort eines Lieferanten oder Unterauftragnehmers definiert, an dem wertschöpfende Prozesse durchgeführt werden. Standort” schließt auch Handelsgesellschaften ein, die Produkte vertreiben, die von anderen Unternehmen hergestellt wurden. Ausgelagerte Untemehmensbereiche, in denen nur Materialien vor dem weiteren Versand zwischengelagert werden, sind von der Zertifizierung nach QS9000 ausgenommen. Diese Definition schließt Lieferanten von indirekten Materialien oder Fahrzeug-Montagewerke nicht ein.  Lieferanten von Schüttgütern oder indirekten Materialien sollten Kontakt zum beschaffenden Bereich des Kunden aufnehmen, damit entschieden werden kann, ob das jeweilige Material als Produktionsmaterial angesehen wird. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Standortforderungen   Forderungen an einen Produktions­standort.  
Statistical Control  Statistische Kontrolle   Statistische Kontrolle ist der Zustand in einem Fertigungsprozeß, von dem alle systematischen Ursachen für Abweichungen eliminiert wurden und nur zufällige Ursachen verbleiben. Statistische Kontrolle wird auf einer Regelkarte nachgewiesen durch Lage aller Punkten innerhalb der Eingriffsgrenzen und durch Abwesenheit jedweder nicht zufälliger Folgen oder Trends. Statistische Kontrolle ist ein beschreibender Ausdruck für einen stabilen Herstellungsprozeß. QS-9000 PPAP Glossar
Statistische Prozeßienkung Statistical Process Control   Beschreibt den Gebrauch von statistischen Methoden wie Qualitätsregelkarten, um den Prozeß oder dessen jeweilige Ergebnisse zu analysieren und angemessene Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Prozeßlenkung und zur Verbesserung der Prozeßfähigkeit durchzuführen. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Statistische Prozeßregelung statistical process control SPC Methode, über die statistische Auswertung von Stichprobenuntersuchungen und deren Dokumentation einen Prozeß zu steuern. Die Ergebnisse werden auf einer Regelkarte dargestellt. QS 9000 Anhang E
Statistische Versuchsmethodik Design of Experiments DOE Entwicklungstechnik QS 9000 Anhang E
Statistische Versuchsmethodik (DOE) Design of Experiment DOE Dies ist eine Versuchstechnik, die durch Beeinflussung der Prozeßeingangsgrößen für ein besseres Verständnis der Prozeßausgangsgrößen sorgen soll.  Versuche im Entwicklungsstadium sind Tests oder Testreihen bei denen mögliche Prozeßeinflußgrößen systematisch variiert und gemäß einer vorgegebenen Versuchstabelle systematisch verändert werden. Die Ergebnisse werden unter bestimmten Rahmenbedingungen bewertet 1) Identifikation der wesentlichen Einflußgrößen unter den getesteten. 2) Quantifizierung der Effekte in Abhängigkeit der Variation dieser Einflußgrößen in verschiedenen Niveaus. 3) Erreichen eines besseren Verständnisses des Zusammenwirkens der Einflußgrößen im Prozeß. 4) Vergleichen der ermittelten Effekte und deren gegenseitigem Wechselwirkungen. Typische Ansätze zum experimentellen Entwicklung sind Methoden die als Klassische Methoden” oder Taguchi-Methoden bezeichnet werden. QS-9000 Glossar, 3.Ausgabe
Stichprobenanweisung Sampling Plan   Anweisung über den Umfang der zu entnehmenden Stichprobe(n) und über die Kriterien für die Feststellung der Annehmbarkeit des Prüfloses. DIN 55350 T 31
Stichprobenplan Sampling scheme   Zusammenstellung von Stichprobenanweisungen nach übergeordneten Gesichtspunkten, die sich aus dem Stichprobensystem ergeben. DIN 55350 T 31
Stichprobensystem Sampling System   Zusammenstellung von Stichprobenplänen mit Regeln für ihre Anwendung. DIN 55350 T 31
System system   Die Struktur einer Organisation, in der Zuständigkeit (Verantwortlichkeiten, Befugnisse) und Wechselbeziehungen sowie Verfahren und Prozesse mit den erforderlichen Mitteln für die Verwirk­lichung einer Aufgabe festgelegt sind. VDA 6 Teil 1 4.5.1
System - FMEA   Die System . FMEA untersucht das funktionsgerechte Zusammenwirken der Systemkomponenten sowie die Systemsicherheit, Zuverlässigkeit und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Mercedes-Benz Tandem Konkret Nr. 27
System vorbestimmter Zeiten  methods-time measurement MTM Methode, genaue Vorgabezeiten für Montageprozesse zu ermitteln ohne dafür Zeitaufnahmen machen zu müssen.  
Systemaudit quality system audit   Qualitätsaudit, bei dem das QM-System auditiert wird. DIN EN ISO 8402, AUG.1995

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